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Die Anthroposophie geht zurück auf Rudolf Steiner (1861 - 1925). Dieser entwickelte die anthroposophische Geisteswissenschaft, eine Wissenschaft von Seele und Geist des Menschen, die ein ganzes Weltbild mit einschließt: Anthroposophie (griech) = Menschenweisheit. Rudolf Steiner beschrieb in seiner Anthroposophie vier "Wesensglieder" im Menschen und mit ihnen die Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge des Lebens.
Diese vier "Wesensglieder" sind der "Physische Leib" als sichtbarer Körper, der "Ätherleib", als Summe der Lebenskräfte, der "Astralleib", als Summe der Seelentätigkeit, und die "Ich-Organisation", als Summe der geistigen Tätigkeit.
Die Anthroposophie erstreckt sich auf viele Lebensbereiche: Pädagogik (Waldorfschule), Medizin (z.B. Misteltherapie) und Pharmazie (z.B. Weleda, Wala), Therapie (z.B. Heileurythmie), Landwirtschaft (biologisch-dynamische Landwirtschaft, z.B. Demeter) und soziale Arbeit (Lebensgemeinschaften mit behinderten Menschen, z.B. Camphill).
Rudolf Steiner setzte seine geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse auch künstlerisch um und entwickelte die Eurythmie sowie eine Sprachgestaltung und eine Bühnenkunst. Er schrieb vier große Schicksalsdramen und konzipierte künstlerisch und architektonisch den Bau des Goetheanums in Dornach/Schweiz.
Steiner hielt eine Anzahl von Vorträgen, sowohl für Ärzte, als auch Lehrer, Landwirte, Biologen, Physiker, Chemiker und auch Theologen.
Seine grundlegenden Schriften sind u.a.:
Die Philosophie der Freiheit (1894) Geheimwissenschaft im Umriss (1909) Theosophie (1910) Die Kernpunkte der sozialen Frage (1919)
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